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Mondlandung 2018

Die NASA will 2018 wieder
auf dem Mond landen -
diesmal mit vier Astronauten.
(Bild: NASA / John Frassanito
and Associates)

Zum Mond bis 2018

Die NASA hat ihre Pläne für eine Mondmission konkretisiert: Im Jahr 2018 sollen vier Astronauten den Erdtrabanten besuchen. Vieles wird dabei ähnlich ablaufen, wie bei den ersten Apollo-Mondmissionen.

Im Jahr 2018 will die NASA dahin zurückkehren, wo sie vor über 30 Jahren schon einmal war: zum Mond. Das neue Raumtransportsystem, das die amerikanische Raumfahrtbehörde dafür entwickelt und das im nächsten Jahrzehnt die Space Shuttle ablösen soll, hat verblüffende Ähnlichkeit mit den Raketen der Apollo-Mondmissionen der Jahre 1969 bis 1972. Allerdings setzt das neue System auf bewährte Space Shuttle-Technologien, soll aber deutlich sicherer als die heutigen Raumfähren sein.

Die Rückkehr zum Mond ist nach den NASA-Plänen nur der Anfang: Diesmal will man nämlich dem Erdtrabanten nicht nur einen kurzen Besuch abstatten, sondern gleich einen Außenposten auf dem Mond einrichten. Und auch das soll nur der erste Schritt sein: Fernziel ist, gemäß den Vorgaben von US-Präsident Bush, eine bemannte Mission zum Mars. Doch für diese ehrgeizigen und nicht ganz billigen Pläne fehlte bislang vor allem eines: ein zuverlässiges Transportmittel, das die alternde Shuttle-Flotte ersetzt.

Crew Exploration Vehicle ersetzt Space Shuttle

Dieses scheint nun gefunden: Das neue Rückgrat der amerikanischen Weltraumfahrt, soll, so die NASA, "bezahlbar, verlässlich, vielseitig verwendbar und sicher" sein. Im Mittelpunkt dabei steht ein neues Raumschiff, das Crew Exploration Vehicle (CEV). Mit diesem sollen bis zu vier Astronauten in einen Erdorbit gebracht und auch eine bis zu sechsköpfige Marsmission unterstützt werden können. Zudem soll das CEV die Internationale Raumstation ISS mit Astronauten, Experimenten und Verpflegung versorgen. Das Raumschiff verfügt über Sonnensegel zur Energieversorgung und setzt, genau wie die geplante Mondlandefähre, auf flüssiges Methan als Treibstoff. Methan könnte man nämlich, so die Kalkulation, aus der Marsatmosphäre gewinnen, wenn denn Menschen einmal auf dem roten Planeten landen.

Obwohl das neue Raumschiff - genau wie die Apollo- und die russischen Sojus-Raumkapseln - an einem Fallschirm zur Erde zurückkehren soll, wird es sich bis zu zehn Mal wieder verwenden lassen. Auch kann die geplante Landefähre vier Astronauten auf die Mondoberfläche befördern und nicht nur zwei wie bei den Apollo-Mondmissionen. Die Astronauten können außerdem länger auf dem Mond bleiben und es wird möglich sein, an jedem Ort der Mondoberfläche zu landen und nicht nur in Äquatornähe des Mondes wie bei Apollo. Gibt es auf dem Mond erst einmal eine Station könnten Menschen dort bis zu sechs Monaten bleiben.

Space Shuttle-Technologie wiederverwendet

Das neue Raumschiff setzt, obwohl es weniger an ein Space Shuttle als an die Raketen des Apollo-Programms erinnert, auf Shuttle-Technologie: Die Astronauten starten mit Hilfe einer Rakete, die auf den Feststoff-Raketen der Raumfähren beruht und als zweite Stufe über ein Shuttle-Haupttriebwerk verfügt. Darüber hinaus wird es eine Schwerlast-Version geben, die zwei Feststoffraketen und fünf Shuttle-Haupttriebwerke als Antrieb nutzt. Sie wird so leistungsfähig sein, dass damit Komponenten für die Mond- und Marsmissionen in einen Erdorbit gebracht werden können. Sie soll sich zudem so umkonfigurieren lassen, dass auch der Transport von Astronauten möglich ist.

Nach den tragischen Erfahrungen mit den Raumfähren legt die NASA offenbar bei dem neuen System noch mehr Wert auf Sicherheit: Beim Shuttle-Nachfolger wird es, im Gegensatz zum Shuttle, eine Rettungskapsel geben, mit der sich die Crew vom Raumschiff wegsprengen kann, falls es während des Starts Probleme geben sollte.

Mondmission bis 2018

Die NASA hat sich für die Entwicklung des Shuttle-Nachfolgers einen engen Zeitplan gesetzt: In fünf Jahren schon soll das neue System für Crew-Transporte und Versorgungsflüge zur ISS eingesetzt werden können. Geplant sind bis zu sechs Flüge pro Jahr. Parallel dazu sollen unbemannte Missionen zum Mond eine Rückkehr von Menschen zum Erdtrabanten vorbereiten. Eine erste bemannte Mission zum Mond hat die NASA für 2018 geplant. Dabei werden die Mondlandefähre und ein Modul, mit dem die Besatzung den Erdorbit verlassen kann, separat in einen Erdobit geschickt. Die Besatzung soll dann mit einem zweiten Raumschiff starten und an das Mondmodul andocken.

Die Reise zum Mond wird drei Tagen dauern. Die gesamte vierköpfige Crew kann mit der Landefähre auf der Mondoberfläche landen und soll insgesamt sieben Tage lang den Mond erkunden. Das Servicemodul wartet derweil unbemannt im Orbit des Mondes. Nach Rückkehr in den Erdorbit erfolgt die Landung auf der Erde am Fallschirm.

Die NASA hält derzeit zwei Mondmissionen pro Jahr für möglich. Das sollte, so die Ansicht der Raumfahrtbehörde, reichen, um genug Routine für eine Marsmission zu sammeln und auch eine permanente Station auf dem Erdtrabanten aufzubauen. Als Ort käme der Mondsüdpol in Frage, weil man hier Wassereis vermutet und ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist.

Erschienen bei: freenet.de am 21. September 2005

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  Letzte Überarbeitung: 14.11.2008

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